Ordentliche kündigung schwerbehinderter Muster

Ordentliche kündigung schwerbehinderter Muster

Hat ein Arbeitgeber fünf oder mehr schwerbehinderte Arbeitnehmer, so muss eine schwerbehinderte Vertretungsstelle eingerichtet werden. Aufgabe dieses Gremiums wird es sein, schwerbehinderte Arbeitnehmer in das Unternehmen zu integrieren und ihre Interessen zu vertreten. Insbesondere muss die Vertretungsstelle an der Entlassung schwerbehinderter Arbeitnehmer beteiligt sein. Wenn schwerbehinderte Arbeitnehmer mehr als sechs Monate beschäftigt sind, haben sie Anspruch auf besonderen Kündigungsschutz. Dieser zusätzliche Schutz beinhaltet ein Krankheitsverbot als objektiven Kündigungsgrund. 45 Vgl. Den Hartog, oben 38, um 1087 (die Genehmigung “arbeitgeberfrei, Arbeitnehmer mit geistiger Behinderung auf der Grundlage eines abnormalen Verhaltens zu kündigen, würde den Schutz der ADA für geistig Behinderte weitgehend zunichte machen”). Wenn es um die Beschäftigung behinderter Arbeitnehmer geht, stehen die Arbeitgeber vor einer Vielzahl von Fragen: Dürfen wir nach einer Behinderung fragen? Welche Maßnahmen sollten wir ergreifen, um die betroffenen Personen zu schützen? Was müssen wir beachten, wenn wir uns entscheiden, das Arbeitsverhältnis zu beenden? Um Ihnen bei Ihren Fragen und Anliegen behilflich zu sein, haben wir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Aspekte erstellt, die berücksichtigt werden müssen. Beispiel 20: Eine Mitarbeiterin teilt ihrem Vorgesetzten mit, dass bei ihr eine bipolare Störung diagnostiziert wurde. Ein paar Monate später bittet die Betreuerin, sich mit der Mitarbeiterin über ihre Arbeit an einem kürzlichen Auftrag zu treffen. In der Sitzung erklärt der Vorgesetzte, dass die Arbeit des Mitarbeiters im Allgemeinen gut gewesen sei, aber er gibt einige konstruktive Kritik.

Die Mitarbeiterin wird wütend, schreit den Vorgesetzten an und verflucht ihn, als der Vorgesetzte ihr sagt, dass sie die Besprechung nicht verlassen kann, bis er die Diskussion über ihre Arbeit beendet hat. Das Unternehmen kündigt den Mitarbeiter, die gleiche Strafe für jeden Mitarbeiter, der untergeordnet ist. Die Mitarbeiterin protestiert gegen ihre Kündigung und teilt der Vorgesetzten mit, dass ihr Ausbruch das Ergebnis ihrer bipolaren Störung war, die es ihr schwer macht, ihr Temperament zu kontrollieren, wenn sie extremen Stress verspürt. Sie sagt, dass sie versuchte, dem Vorgesetzten zu entfliehen, als sie das Gefühl hatte, die Kontrolle zu verlieren, aber er befahl ihr, den Raum nicht zu verlassen. Die Mitarbeiterin entschuldigt sich und fordert, dass die Kündigung aufgehoben wird und sie in Zukunft die Räumlichkeiten verlassen darf, wenn sie der Meinung ist, dass der Stress sie zu unangemessenem Verhalten veranlassen könnte. Der Arbeitgeber kann die Kündigung ohne Verstoß gegen die ADA aufbelassen, da der Antrag der Arbeitnehmerin auf angemessene Unterbringung nach ihrem unnachgiebigen Verhalten kam. Schwerbehinderte Arbeitnehmer haben Anspruch auf Zugang zu einem behindertengerechten Beschäftigungsumfeld und zusätzlichen Unterstützungsdiensten, die über die für alle Arbeitnehmer geltenden Standardschutz- und Gegenleistungspflichten der Arbeitgeber hinausgehen. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem die angemessene Anpassung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsumgebung, z. B. durch den Einsatz geeigneter Arbeitsstühle, einen barrierefreien Zugang, eine Anpassung des Standorts und/oder Anpassungen der Arbeitszeitdauer. Eine angemessene finanzielle Unterstützung für diese Mitarbeiter kann von der Bundesagentur für Arbeit und dem Integrationsamt beantragt werden.